Neue Bäume für Elsterwerda und Bad Liebenwerda

Martin Ehring, Tim Schenk, Anke Schenk, Matthias Böhm, Lions Club Präsident Egon Schaeuble, Ortsbürgermeister Johannes Berger | Quelle: Frank Claus

Einheitsbuddeln 2026

Einheitsbuddeln, so heißt die Aktion, an der sich der Lions Club Elsterwerda - Bad Liebenwerda mit den beiden gleichnamigen Städten beteiligt. Weshalb neue Bäume mehr als ein Symbol sind.

Elsterwerda, Bad Liebenwerda - Anja Heinrich, Bürgermeisterin der Stadt Elsterwerda, sagt am Tag der Deutschen Einheit: „Ohne Euch würde es am 3. Oktober viel ruhiger sein.“ Nicht, dass sie sich Rambazamba wünschen würde, aber dass dieser besondere Tag durchaus auch mehr feierliche Momente vertragen würde, das denke sie schon.

Party haben die Mitglieder des Lions Clubs Elsterwerda – Bad Liebenwerda an diesem Tag zwar nicht gemacht, wohl aber eine schöne Tradition fortgeführt. In Elsterwerda ist zum sechsten Mal, in Bad Liebenwerda im fünften Jahr in Folge eine bundesweite Aktion unterstützt worden.„Stell Dir vor, am 3. Oktober würde jeder Mensch in Deutschland einen Baum pflanzen. 83 Millionen. Jedes Jahr. Ein neuer Wald. Von Nord nach Süd, von Ost nach West. Für das Klima. Und für Dich und Deine Familie. Für unsere Zukunft.“ So heißt es auf der Startseite der Aktion „Einheitsbuddeln“. Mit dieser Vision hat Schleswig-Holstein im Jahr 2019 die große Pflanzaktion ins Leben gerufen. Seitdem findet jährlich am Tag der Deutschen Einheit in ganz Deutschland das „Einheitsbuddeln“ statt.

ürgermeisterin Anja Heinrich, Anke Schenk, Bernd Raum, Matthias Böhm, Juliane Deutschmann und Tim Schenk (Saathainer Mühle | Quelle: Frank Claus

Im Stadtpark Elsterwerda ist beim „Einheitsbuddeln" zum Tag der deutschen Einheit ein Amberbaum gepflanzt worden. Bürgermeisterin Anja Heinrich, Anke Schenk, Bernd Raum, Matthias Böhm, Juliane Deutschmann und Tim Schenk (Saathainer Mühle/v.l.) haben Spaß bei der Arbeit. Doch die viel größere Investition im Stadtpark kommt erst noch.

Im Kurpark unweit vom Wonnemar wächst jetzt der vierte, von den Lions gepflanzte Baum – ein Blasenbaum. Tim Schenk, Martin Ehring, Ortsbürgermeister Johannes Berger und Anke Schenk v.l.) haben zugepackt.

Elsterwerdas Stadtpark – vom Gedenk- zum Erholungsort

In Elsterwerda ist diesmal nicht der Bahnhofsvorplatz Pflanzort, sondern der Stadtpark. Für die Bewohner der Stadt hat sich das Areal längst gewandelt – vom einstigen Gedenkort für Verstorbene hin zu einer Erholungs- und Freizeitoase.

Mit dem im Jahr 2025 eingeweihten Freiluft-Geschichtspfad ist der Stadtpark deutlich anziehender geworden. Zur Einweihung sagte die Ideengeberin, Bürgermeisterin Anja Heinrich: „Diese Ausstellung ist etwas Besonderes.

Lions beim Einheitsbuddeln | Quelle: Frank Claus

Sie ist ein geistiges, ein kulturgeschichtliches Zeugnis jahrhundertealter Stadtgeschichte und berichtet von bedeutenden Zeitzeugen und Begebenheiten.“ Und so tauchen sie als Stahl-Silhouette dargestellt wieder auf: Kaiser Heinrich IV., Konrad von Köckritz, der Ritter und Burgherr von Elsterwerda, August der Starke, Napoleon. Aber auch das Leben der Einwohner der Stadt wird reflektiert. Elsterfischer, Marktfrau, Postillion und der Lehrer erzählen, wie es ihnen ergangen ist.

Jetzt soll der Stadtpark noch einen „Edelstein“ bekommen: einen Wasserspielplatz. Anja Heinrich: „Zu verdanken ist das den Abgeordneten, die beschlossen haben, jetzt ein dickes Familienpaket zu schnüren. Vier Spielplätze sollen ertüchtigt beziehungsweise neu gebaut werden. Dass die Lions jetzt noch einen Amberbaum, der durch sein farbenprächtiges Laubgewand bekannt ist, pflanzen, rundet die Sache ab.“

In Bad Liebenwerda haben die Lions mit Ortsbürgermeister Johannes Berger beim „Einheitsbuddeln“ einen Blasenbaum auf der Freifläche neben dem Sportkäfig am Wonnemar gepflanzt. Leider kommt das Vorhaben, dort ebenfalls eine Spielfläche für Kinder zu etablieren, bislang nicht über den Status einer Vision hinaus. Das „Einheitsbuddeln“ wird erst möglich durch die Unterstützung der Baumschule Saathainer Mühle, die die Bäume finanziert. Der Lions Club trägt die Kosten für Erde, Dünger, Rindenmulch und Pflanzpfähle. Die Bauhöfe bewässern.

- Frank Claus​​​​​​