46. Elsterlauf in BaLi

| Quelle: Thomas Körlin
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Lions überreichen 1442 Medalien


Dieser 46. Elsterlauf am letzten Maitag des Jahres 2026 wird in die Geschichte eingehen. Aus mehreren Gründen. Das Laufevent findet im 50. Jahr des Bestehens des Volkssportevents statt und zum ersten Mal wird ein Marathon (42,195 Kilometer) gestartet.

Das ist nicht alles: Der Lauf verzeichnet einen Teilnehmerrekord. 1442 Starter haben sich in die Meldelisten für die verschiedenen Distanzen im Laufen, Walken, Wandern und Radfahren eingetragen. Herrlicher Sonnenschein, für Läufer etwas zu sommerliche Temperaturen, eine Kulisse auf dem Rossmarkt mitten im Zentrum der Stadt Bad Liebenwerda, die Starter und Gäste sofort gefangen nimmt.

Erster Sieger des Sparkasse-Elbe-Elster-Marathon wird ein Potsdamer: Thomas Borchers (50) bleibt bei der Premiere mit 2:57 Stunden sogar unter der Drei-Stunden-Marke. Zweiter wird Mark Schäfer vom LFV Oberholz (Jahrgang 1986) in 3:03 Stunden und Dritter in der Gesamtwertung aller 53 Starter wird ein Einheimischer: Göran Schrey (Altersklasse 50–54). Der Plessaer laufbegeisterte Amtsdirektor schafft den Marathon in 3:08 Stunden.

 

 

| Quelle: Thomas Körlin
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Elsterlauf-Starterin begeistert: „Es ist so schöööön bei Euch“

Im Zieleinlauf begrüßt Rico Gogolin jeden einzelnen Starter stimmungsvoll, nennt seinen Namen und hat so manchen aufmunternden Spruch – „Mensch, Du hättest ja auch Marathon laufen können“ und „Wahnsinn, wie Du hier ins Ziel sprintest“ – parat. Seine profunde Moderation geht dank glänzender Computer- und Videotechnik von Baer-Service, seit Jahren der zuverlässige Zeitnehmer, Anmelde- und Ergebnisdienst. Sofort nach der Veranstaltung sind im Internet alle Ergebnisse nachzulesen. Auch ein Markenzeichen und begehrtes Erinnerungsstück: Jeder Starter erhält im Ziel eine attraktiv gestaltete Finisher-Medaille. Mitglieder des Lions Clubs Elsterwerda – Bad Liebenwerda hängen sie den Mädchen und Jungen, Frauen und Männern um den Hals und weisen den Weg zur erfrischenden Abkühlung und zum Verpflegungsbereich.

Wer auch immer im Ziel gefragt wird, zeigt sich begeistert: Thomas Jentzsch, Vorstandsmitglied der Sparkasse und selbst 11-Kilometer-Läufer: „Hut ab, klasse Organisation, klasse Atmosphäre. Das macht Spaß hier.“ Eine Starterin aus Halle sagt mit langgezogenem „ö“: „Es ist so schöööön bei Euch, so familiär. Diese Atmosphäre hast Du bei Großevents oft nicht.“ Am Tag zuvor ist an gleicher Stelle das Brunnenfest über die Bühne gegangen.

| Quelle: Thomas Körlin
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geschafft, 1442 gedrückt und Zieleinlauf abgebaut | Quelle: Thomas Körlin

Bambinis und wie sich der erste Marathonsieger fühlt

Ab 9 Uhr wird es dann richtig voll auf dem Rossmarkt. Und gleich stimmungsvoll bei der Erwärmung mit den Bambinis. Da mischt sich Clown Didi unter die Kinder und reckt und streckt sich gleich mal mit. Als Michael Kreher und Claudia Sieber dann Lionsfreund Dr. Konrad Beyer, einen der Mitbegründer, auf die Bühne bitten und ihn berichten lassen, wie alles begann, wird es emotional. Er zeigt sich begeistert, welche Qualität die Veranstaltung inzwischen angenommen hat und wie es gelingt, Starter von Kindesbeinen an fürs Bewegen zu begeistern.

Dr. Michael Kreher und Rico Gogolin von den Ausrichtervereinen SG Medizin und Lauf- und Walkingverein 05 Bad Liebenwerda schicken am Sonntag alle Starter auf die Strecke und feuern früh um 8 Uhr die Marathonläufer besonders an: „Es wird ein schwerer, aber schöner Marathon“, sagt Michael Kreher und Rico Gogolin untermauert das: „Wir haben hier alles: Asphalt, Waldwege, weichen Sand, Wiese und Schafe.“ Der Marathonsieger bestätigt das, leicht gezeichnet von einem Sturz im Ziel: „Eine wunderschöne, aber sehr herausfordernde Strecke. Vor allem der Lauf über die Wiese hat Körner gefressen. Unterwegs wären vielleicht ein paar mehr Zuschauer schön gewesen, aber der Einlauf in die Stadt und den Zielbereich: furios!“, sagt Thomas Borchers. Er ist über den Laufkalender Berlin-Brandenburg auf den Elsterlauf aufmerksam geworden.