im Kurpark Bad Liebenwerda
Bad Liebenwerda. Sie steht auf der Wiese im Kurpark in Bad Liebenwerda. Noch etwas unbeachtet zwischen dem Jugendtreff „Käfig“ und dem Wonnemar. Das soll sich ändern. Denn die schlichte Stele erinnert an ein bedeutsames weltgeschichtliches Ereignis nur etwa 15 Kilometer entfernt von der Kurstadt. Am 25. April 1945, also vor genau 80 Jahren, haben sich in Burxdorf, dem heutigen Ortsteil der Stadt Bad Liebenwerda, am Ende des Zweiten Weltkrieges amerikanische und russische Soldaten getroffen und sich die Hand gereicht. Geschichtlichen Überlieferungen zufolge sollen Soldaten beider Streitkräfte sich zuvor auch in Strehla begegnet sein, wo sie eine Behelfsbrücke über die Elbe überquert hatten. Diese erste Begegnung der verbündeten amerikanischen und sowjetischen Truppen galt als Symbol für das baldige Ende des Krieges.
Das bekannteste Foto dieser Begegnung, das um die Welt ging, entstand am gleichen Tag am Nachmittag auf der zerstörten Elbebrücke im sächsischen Torgau, nur 35 Kilometer von Bad Liebenwerda entfernt. Dies ist einem Bericht auf der Internetseite der Sächsischen Gedenkstätten zum Ereignis zu entnehmen: „Am Nachmittag (25. April) reichten sich der Aufklärungsoffizier der US Army Bill Robertson und der Leutnant der Roten Armee Alexander Silwaschko auf den Trümmern der Brücke erleichtert und glücklich über den militärischen Schulterschluss die Hände.